In dieser Folge spreche ich mit Philipp Genduth. Er ermittelt bei der Polizei in Wien im Bereich Cybercrime, sein Steckenpferd: Anlagebetrug. Das Thema kennt er von beiden Seiten mit 20 fiel er selbst auf OneCoin herein, den bis heute grössten Krypto-Scam aller Zeiten.
„Betrug hat nichts mit Dummheit zu tun. Die machen den ganzen Tag nichts anderes und die sind Profis der Manipulation.”
– Philipp Genduth
Was ich aus dem Gespräch mitgenommen habe:
Wie Philipp selbst auf OneCoin hereinfiel und welche Red Flags er heute sofort sehen würde
Warum Finanzbildung der beste Betrugsschutz ist: Wer weiss, dass der Kapitalmarkt langfristig 5–10 % pro Jahr macht, fällt nicht auf „10 % pro Monat” herein
Pig Butchering: Erst wird über Monate Vertrauen aufgebaut, dann geschlachtet
Der Schockanruf-Trick: Warum unsere Amygdala uns in solchen Momenten das rationale Denken abschaltet
Weshalb sich eine Anzeige immer lohnt, auch wenn das Geld meist weg ist
Ein paar Auszüge aus dem Gespräch:
„Ich muss nicht klüger sein als der Betrüger. Ich muss nur schwieriger zu knacken sein als mein Nachbar.”
„Jeder hat seinen Triggerpunkt . Egal wie gebildet, egal welches Alter.”
„Jeder vereitelte Betrugsversuch ist ein Sieg über den Betrüger. Darüber sollten wir reden, nicht nur über die Verluste.”
Bis bald!
Jill
Hier findet ihr mehr zu Philipp:
Sein neues Buch „Zugriff verweigert: 20 Wege, wie Betrüger denken und wie man sich schützt”Betrugsradar: Verdächtige SMS, Mails oder Rechnungen per KI prüfen lassen: betrugsradar.at
Finanzen verstehen: https://finanzenverstehen.at/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/philipp-genduth-b800741bb/
Video mit Telefonat bei Betrügern, das im Video erwähnt wurde:
💡 Passend zur Folge: Anfang Juli hat ein 51-jähriger Salzburger rund 40’000 Euro an Anlagebetrüger überwiesen. Er war auf ein wohl KI-generiertes Video gestossen, in dem ein Prominenter Investitionen mit hohen Gewinnversprechen anpries. Nach der Anmeldung meldete sich ein angeblicher Anlageberater und als er sich seinen „Gewinn” von 170’000 Euro auszahlen lassen wollte, wurde stattdessen eine weitere fünfstellige Summe gefordert. Genau die Reise, die Philipp in der Folge beschreibt. Quelle: https://www.nachrichten.at/panorama/chronik/anlagebetrug-mit-promi-fake-salzburger-verlor-40000-euro;art58,4188754 Nachrichten.atBvz
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